Ein „fast optimaler“ Start in die neue Feld-Saison

Ein „fast optimaler“ Start in die neue Feld-Saison

Nach einer sub-optimalen Vorbereitung für die neue Saison, in der Trainer Thorben Wegener alle auswärtigen Vorbereitungsspiele canceln musste, weil ihm zu keiner Zeit ein ausreichend starker Kader zur Verfügung stand, um den finanziellen Aufwand teurer Fahrten und aufwendiger Hotels zu rechtfertigen, stand ausgerechnet mit dem TSV Mannheim – Absteiger aus der 1. Bundesliga und allgemeiner Favorit für den Wiederaufstieg – gleich ein ganz schweres Auswärtsspiel im Programm, dass man „nach Papierform“ eigentlich nur verlieren konnte. Zu dumm, dass dazu noch ein paar Spieler nicht rechtzeitig in die Vorbereitung einsteigen konnten oder wie Franz Boomes verletzungsbedingt kurzfristig absagen mussten.

So mussten in diesem Spiel mit unseren Rückkehrern Sten Brandenstein – zurück vom Münchner SC – Samuel Bosch – zurück nach einem Auslandsjahr in Australien – und Till Ziemssen – nach auskurierter Verletzung – sowie Paul Breuling – aufgestiegen aus der eigenen Jugend – die „Neuen“ ran, um einen schlagkräftigen Kader auf die Beine stellen zu können. Dazu dürfen wir in der Feld-Hinrunde wieder auf Paul Singh – US-amerikanischer Nationalspieler – und dessen Torgefährlichkeit vertrauen.

Thorben hatte aber alles in allem einen guten Mix aus Jung und Alt gefunden, der dem scheinbar überlegenen Gegner den Erfolg schwer machen und keineswegs als williger Punktelieferant in die badische „Hauptstadt“ fahren wollte.

Der Spielverlauf ist relativ schnell berichtet. Während die Besonderheiten des 1. Viertels mit der einzigen Strafecke des Spiels (für den TSV) sowie einer „grünen“ Karte für Till beschrieben werden können, war das 2. Viertel der „Abschnitt der Entscheidungen“. Zunächst fielen im Abstand von 2 Minuten (17./18.) durch Unachtsamkeiten in der Defensive zwei Tore für den TSV, bevor sich unsere Jungs wiederaufrichteten, um in der 25. Minute durch Wolf Wittmund den Gegentreffer zu markieren, so dass man mit 1:2 in die Pause ging.

Nach dem Wechsel haben die Jungs gut und griffig verteidigt und den anstürmenden Mannheimern relativ wenig zugelassen. Während der Gegner in dieser Phase gerne ein weiteres Tor zu ihrer Erlösung zugelegt hätte, konnten unsere Jungs die Partie immer offener gestalten, spielten mutiger und eröffneten sich damit auch weitere Chancen. Das hätte sich in der Schlussphase, in der Thorben seiner TW Lars Kleikemper zu Gunsten eines weiteren Feldspielers herausgenommen hatte, beinahe noch ausgezahlt, als ein Flankenschlag in den TSV-Kreis von einem unserer Stürmer am langen Pfosten nur knapp verpasst wurde. „Wenn wir auch Chancen auf einen Punkt gehabt hätten, geht das Ergebnis im Großen und Ganzen in Ordnung“ resümierte Thorben am Ende der Partie und war mit der Leistung seiner Mannschaft durchaus zufrieden.

Schon an nächsten Samstag um 16.00 Uhr im Breuninger Hockeypark geht es weiter mit dem Derby gegen den HC Ludwigsburg; dann werden die Jungs mit der Unterstützung der heimischen Fans die Gelegenheit haben, ihre gute Leistung erneut unter Beweis zu stellen und hoffentlich die ersten drei Punkte zu sammeln.

Dank sei an dieser Stelle an unsere Physio Tjorven Schick für ihren online-Ticker und Thorben für seinen Kommentar zum Spiel gesagt; ohne ihre Zuarbeit wäre dieser Bericht von der fernen US-Westküste nicht möglich geworden. Und der Zeitunterschied von 9 Stunden mag auch als Entschuldigung für die späte Veröffentlichung dienen.

 

Dr. Albert-Hugo Stinnes

  1. September 2018