Ende einer erfolgreichen „Ausfahrt“

Ende einer erfolgreichen „Ausfahrt“

Zum letzten Spiel der diesjährigen Hallensaison ging es zum Limburger HC, der Mannschaft die uns in der Hallen-Hinrunde im Dezember 2017 die meisten Probleme bereitet hatte; der Sieg in der eigenen Halle mag sogar als ein wenig glücklich bezeichnet werden. Für Auf-und Abstieg war das jetzige Spiel bedeutungslos; unsere Jungs hatten schon am vergangenen Wochenende mit dem „Durchmarsch“ von der Regionalliga in die 1. Bundesliga ein nie für mögliches gehaltenes Saisonziel erreicht; nur die Limburger konnten jetzt noch versucht sein, als einzige Mannschaft dem HTC einen Punktverlust zuzufügen.
Und so verwunderte es auch nicht, dass Trainer Thorben Wegener in der Aufstellung Rücksicht auf ein paar persönliche Belange einiger Stammspieler seiner „Aufsteiger-Mannschaft“ nahm: Franz „Eubi“ Boomes musste ohnehin wegen Verletzung pausieren; Franz „Robo“ Meier wollte wenigstens einmal in der Saison die vom ihm trainierte Mädchen-Mannschaft auch bei einem Turnier betreuen; und Moritz „Butti“ Butt bat um Freistellung zur Vorbereitung auf Klausuren in der folgenden Woche. Und so bekamen neben Moritz Petermann, der schon einmal an einem Doppel-Wochenende ausgeholfen hatte, mit Moritz Oetinger und Maximilian Gross zwei neue Spieler, die nicht nur regelmäßig am Training teilgenommen, sondern auch selbstlos stets die 2. Herren unterstützt haben, Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen.
Erstmals mit dem HTC-eigenen Klein-Bus – powered by Schwabengarage Stuttgart – setzte sich die Reisegesellschaft schon am frühen Sonntagmorgen in Bewegung. Gemeinsam hatte man errechnet, dass ein eigener Bus dem HTC mehr Flexibilität und letztlich auch Kostenvorteile bringen sollte, wenn es gelingen würde, neben den 1. Damen und 1. Herren auch im Jugendbereich den Bus den verschiedenen Mannschaften zur Verfügung zu stellen. In jedem Fall aber wird dieser schicke Bus – mit viel „Kickers dynamite“ ausgestattet – durch seine äußerliche Gestaltung Werbung für den HTC machen – nur ein kleiner Baustein also, die Attraktivität unseres HTC auch außerhalb der Region zu erhöhen.
Die Geschichte des Spiels in Limburg ist schnell erzählt. Die Hausherren gingen mit viel Ehrgeiz in die Partie und hatten auch schon nach wenigen Minuten die ersten Torchancen, nicht zuletzt weil unsere Jungs sich in ihrer ungewohnten Rolle des Gejagten nicht sogleich zurecht fanden. Zu Recht führten die Hessen zur Halbzeit 4:0, ohne dass eine echte Gegenwehr beim HTC zu erkennen gewesen wäre.
Als es dann nach weiteren 10 Minuten in der 2. Halbzeit sogar 0:5 hieß, muss ein Ruck durch die Mannschaft gegangen sein: so wollte man sich doch hier nicht blamieren; ein solches Ergebnis ist eines Meisters und Aufsteigers nicht würdig! Und so legten die Jungs sich in den verbleibenden 20 Minuten noch einmal richtig ins Zeug und verkürzten durch Tore von Anton Boomes (2), Max Keller, Nicolas Riemann und Max Gross bei nur noch einem weiteren Tor des LHC das Endergebnis auf 5:6; so konnte man gehobenen Hauptes die Domstadt – und die 2. Bundesliga – verlassen!
Fröhlich feiernd begab sich die Mannschaft auf den Heimweg, der noch durch einen Zwischenstopp in Mannheim unterbrochen wurde, wo man die mJB in der württembergischen Endrunde anfeuern wollte. Wie ausgelassen die Jungs gefeiert haben, mag auch dadurch untermauert werden, dass für die Fahrer der Klein-Busse demnächst Ohr-Schützer zur Verfügung gestellt werden müssen und auch Prämien für zusätzliche „Pi-Pausen“ zu diskutieren sind.
Insgesamt darf Thorben mit seinen Jungs auf eine sehr erfolgreiche Hallensaison zurückblicken; man ist nicht überheblich, wenn man behauptet, dass der HTC die Liga dominiert hat, was das Ergebnis des athletischen und technischen Einsatzes auf Seiten der Spieler war, wozu aber auch die analytische Aufarbeitung, strategische Ausrichtung und emotionale Begleitung von Thorben und seinen Co-Trainern ihren Beitrag geleistet hat. Nicht vergessen sein soll auch der jederzeitige selbstlose Einsatz unserer „Mutter der Nation“ Tjorven Schick.
Da aber – abgewandelt nach Sepp Herberger – nach der Saison auch schon wieder vor der Saison ist, werden den Jungs jetzt 3 hockeylose Wochen gewährt, bevor wieder mit der Vorbereitung auf die Feld-Rückrunde begonnen wird. Dort ist dann das Saisonziel nicht weniger ambitioniert: möglichst schnell die Abstiegssorgen hinter sich lassen! Dazu gibt es schon im ersten Rückrundenspiel Gelegenheit, wenn der HTC am 28. April um 16.00 Uhr im Breuninger Hockeypark den Dürkheimer HC empfängt!

Dr. Albert-Hugo Stinnes
Filderstadt, den 29. Januar 2018