HTC festigt bei Rückrundenstart den 5. Tabellenplatz

HTC festigt bei Rückrundenstart den 5. Tabellenplatz

Obwohl es bei herrlichsten Frühlingswetter nun endlich wieder Feldhockey gibt, fanden mal gerade um die 100 Zuschauer den Weg auf die Hohe Eiche in den Breuninger Hockeypark zum Start der Feldrückrunde in der 2. Bundesliga und dem Spiel ihrer 1. Herren gegen den Dürkheimer HC. Aber diejenigen, die natürlich zu den treuesten Fans gehören, haben ihr Kommen sicherlich nicht bereut, durften sie doch am Ende einen souveränen 3:0 Sieg ihrer Mannschaft bejubeln.
Wenn auch die Vorbereitung auf die Rückrunde, was die Spielergebnisse betraf, nicht ganz so glücklich verlaufen war, so schienen die Jungs doch die Euphorie aus der perfekten Hallenrunde mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga mit auf den „grünen Rasen“ genommen und auch erfolgreich auf alle die übertragen zu haben, die in der Halle nicht mit dabei sein konnten. Mit Max Wüterich, Philipp Großer, Wolf Wittmund, Henrik Pfeiffer, Paul Singh und Lucca Epple standen nämlich gleich sechs Spieler in der Start-Formation, die sich in der Halle eine Pause gegönnt hatten. Mit Johannes Auch und Nicolai Klutke fehlten zudem zwei Spieler, auf die Thorben Wegener im Augenblick noch verletzungsbedingt verzichten musste.
Hoch motiviert und an voll konzentriert stellte sich das gesamte Team aber von Beginn an einem Gegner aus der Pfalz, der nach Stuttgart gekommen war, um die 1:6 „Klatsche“ aus dem Hinspiel im Herbst auszugleichen. Dazu gaben ihnen unsere Jungs in einem von den Schiedsrichtern Frank Lubrich und Johannes Berneth fehlerfrei, souverän und ruhig geleiteten Spiel aber überhaupt keine Gelegenheit. Aus einer sicheren Abwehr heraus wurde der Ball immer wieder gefährlich in den Dürkheimer Kreis gebracht und verlangte von den gegnerischen Abwehrspielern höchste Aufmerksamkeit und energisches „Krisen-Management“.
Und so dauerte es doch bis zur 15. Minute, bevor der in einem Blitz-Transfer aus den USA in den vergangen 14 Tagen reaktivierte Paul Singh einen der zahlreichen Angriffe mit seinem 9. Saisontreffer erfolgreich zur umjubelten 1:0 Führung abschließen konnte. Die Bemühungen von Trainer und Team Manager um seinen erneuten Einsatz für den HTC, schienen zu diesem Zeitpunkt schon belohnt worden zu sein. Sein Kommen wurde aber nur möglich durch das Engagement unseres Präsidenten und seiner Frau Michaela Als Gast-„Eltern“ sowie durch die großzügige Unterstützung des HTC-Senioren-Stammtisches. Mit Sicherheit gehen wir davon aus, dass wir von Pauls Torgefährlichkeit in den kommenden für uns wichtigen Spielen weiter profitieren werden.
Die erste Halbzeit sah Thorben „relativ souverän von uns“. Und wenn die Gäste doch mal in den HTC-Kreis und zum Abschluss kamen, stand mit Max „Jolle“ Jolk, dem heute der Vorzug vor unserem schweizerisches Torwart Lars Kleikemper gegeben wurde, heute ein Keeper im Tor, der gegnerische Stürmer mit seinem Stellungsspiel und seinen Reflexen schon zur Verzweiflung bringen kann; er war ein Garant dafür, dass in diesem Spiel „hinten die Null stehen“ konnte.
Nur nicht mit dem Druck aufzuhören, war auch in der 2. Halbzeit die Devise der Hausherren. Und so wurde das 3. Viertel zu einem Viertel der „Boomes-Brothers“. Zunächst war es in der 38. Minute Anton Boomes, der nach einem Alleingang und einem sehenswerten Heber über den Dürkheimer Torwart hinweg die HTC-Führung auf 2:0 erhöhte. Und als dann auch noch Bruder Franz „Eubi“ Boomes mit einer abgefälschten Strafecke ein weiteres Tor beisteuerte, schien für alle Beteiligten das Spiel gelaufen.
Und wie nicht anders zu erwarten war, überließen die Hausherren im letzten Viertel den Gästen mehr und mehr die Kontrolle; eigentlich hätte der HTC mehr noch für sein Torverhältnis tun können; wer weiß, wofür es am Ende noch gebraucht wird. Den Gästen wollte aber kein Tor gelingen, so dass es letztlich beim verdienten Sieg des HTC von 3:0 blieb.
Und wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gab, so war es bei unseren Jungs das manchmal zu langsame Umschaltspiel aus dem Mittelfeld heraus und die effizientere Ausnutzung der Strafecken. Es gibt also für die folgenden Spiele noch „Luft nach oben“.
Am Ende war es ein Rückrunden-Einstand, wie wir ihn uns gewünscht hatten; dazu beigetragen haben aber auch die „Konkurrenten“ um die Nicht-Abstiegsplätze, die alle nicht auf die maximale Punktzahl gekommen sind; unser Vorsprung auf den nächsten Verfolger hat sich damit auf 4 Zähler erhöht. Auf diesem Erfolg gilt es sportlich wie mental aufzubauen; ab sofort müssen wir uns auf ein schweres Wochenende in Berlin vorbereiten, wo wir mit den SC Charlottenburg und den Zehlendorfer Wespen auf zwei Gegner treffen werden, die uns in der Hinrunde Punkte abgenommen haben, mit denen wir eigentlich gerechnet hatten und die wir uns jetzt zurückholen sollten. Aber mit der Einstellung aus dem Dürkheim-Spiel und bei konsequenter Vorbereitung unter der Woche gelingt es vielleicht, die den jetzigen Tabellenplatz für ein weiteres Wochenende zu verteidigen.

Dr. Albert-Hugo Stinnes
30. April 2018